Architektur

Urchige Walliser Häuser

Walliser Holzstadel

In manchem Dorfkern der Orte an den Sonnigen Halden finden sich alte Walliser Häuser. Im alten Dorfteil von Baltschieder beispielseise steht eine ganze Reihe urchiger Walliser Häuser im typischen Blockbau mit vorstehendem "Gwätt" und in Bruchstein gemauerten Hinterhäusern. Hin und wieder trifft man auf geweisselte Mauerhäuser. Auch die traditionellen Stadel und Speicher, deren runde Granitplatten Mäusen und Ratten den Einstieg verwehren sollen, gehören zum architektonischen Kulturgut des Oberwallis.

Ausserberg
Ausserberg verfügt über viel alte Bausubstanz: Mühle, Stadel, Speicher, Weinpresse, Burgerhaus, St. Joseph-Kapelle... Besonders zu erwähnen ist der fünfteilige Baldachinaltar, der aus der Zeit vor 1415 stammt und damit in der Schweiz zu den ältesten seiner Art gehört. Seit dem Herbst 2014 stehen in Ausserberg die Kulturräume Bielhüs einheimisch sowie auswärtig Interessierten offen.

Das multifunktionale Gebäude bietet Raum und zeitgemässe Infrastruktur (Beamer, WLAN) für verschiedene Gelegenheiten. Zudem sind die Kulturräume Bielhüs Heimat der Stiftung Jodlerdorf Ausserberg. Im Untergeschoss dieses Hauses besteht neu die Möglichkeit, das typische Ausserberger Roggenbrot zu backen. Dieser Raum eignet sich bestens, um mit Freunden, Geschäftspartnern oder einem Verein einen Backtag oder ein Apéro mit authentischer Ausserberger Kulinarik zu geniessen.

Mund
Am Dorfeingang steht der markante Zendenstadel, der so alt ist, dass er keine Jahrzahl trägt. Die Bauart weist deutlich auf das 14. Jahrhundert hin. Das Gebäude ist sowohl eines der ehrwürdigsten wie auch der ältesten im Kanton.
Eine weitere architektonische Sehenswürdigkeit ist die Wallfahrtskapelle Gstein, die von Mund aus über Warbflie oder Brigerbad, sowie Lalden erreichbar ist. Die Kapelle erinnert an eine Muttergottes-Erscheinung aus dem Jahr 1857. Dieses Ereignis zog unaufhörlich Pilger an, so dass von 1882-87 eine erste und rund 100 Jahre später eine neue Grottenkapelle erbaut wurde.

Birgisch
Charakteristisch für Birgisch ist die Streubauweise. Das Dorf setzt sich aus einer Vielzahl von Weilern zusammen, die über das ganze Plateau verteilt sind. Die Wohngebäude, Ställe, Stadel und Scheunen von Fennumanihüs, Egga, Bord, Oberbirgisch, Hofstette und wie die Weiler alle heissen, bilden malerische Flecken mit wertvoller Bausubstanz.

Finnen und seine Heidenhäuser

Mit seinen Heidenhäusern schreibt Finnen Baugeschichte. Dieser Bautyp kennt klare zeitliche und räumliche Abgrenzungen. Nach 1500 wurden in der Dorfzone keine Heidenhäuser mehr gebaut, auf der Alpen hingegen findet sich diese Bautradition noch bis in die ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Bemerkenswert sind besonders das Rittlerhaus, der Bischofsstadel und die Kapelle. In der Zeit des Freigerichtes Finnen vom 15. bis 18. Jahrhundert wurden etliche Todesurteile am Findner-Galgen vollstreckt. Ein historischer Rundgang gewährt den Besuchenden einen spannenden Einblick in die bis ins Jahr 1275 nachzuweisende Geschichte dieser Ortschaft.

Raron

Die Burg von Raron
Die Burg, das Wahrzeichen von Raron, wurde im 11./12. Jahrhundert als Fluchtburg für die Bevölkerung gebaut. Ab dem 12. Jahrhundert wurde sie zum bischöflichen Verwaltungssitz. Im Jahr 1494 beschädigte der Bietschbach die Kirche unten im Dorf derart verheerend, dass Ulrich Ruffiner im Jahr 1505 den Auftrag erhielt, die Burg zur Kirche umzubauen.

Michaelskirche
Wegen des beschwerlichen Kirchenweges plante man in den 70-er Jahren eine neue Kirche in der Talebene. Diese durfte jedoch die Burgkirche vom Dorfbild her nicht stören. So wurden im Jahre 1974 am Fusse des Berghügels 6000 Kubikmeter Fels ausgebrochen und in dieser Kaverne ein Kirchenraum gestaltet. Mit ihren 500 Sitzplätzen ist die Michaelskirche aktuell das grösste Gotteshaus Europas, das sich völlig im Felsinnern befindet.

Das Maxenhaus
Das Maxenhaus wurde 1547/48 von Stephan Maxen, Landvogt von Evian, erbaut. Vor 1813, als das Wallis noch zu Frankreich gehörte, wurde dieses Haus auch als Poststelle benutzt. Hier findet sich " der älteste Briefkasten der Schweiz", welcher an diese Epoche erinnert.

Das Zentriegenhaus
Das Zentriegenhaus mit den gotischen Treppengiebeln hat der Landeshauptmann Johann Zentriegen anno 1536 durch Ulrich Ruffiner und Sohn erbauen lassen.

Verkehrsverein Sonnige Halden
3938 Ausserberg
Schweiz
Tel.:+41 (0)27 946 63 14
info(at)sonnige-halden.ch

 
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