Geschichte

Der Rhonegletscher reichte um 12'000 v. Chr. noch bis Genf und auf eine Höhe von 2000 Meter über Meer. Erst um 8000 v. Chr. zog er sich auf den heutigen Stand zurück. Die Talflanken und Hügel wurden von Westen her besiedelt, wobei die Talsohle wegen der Überschwemmungen durch die wilden Bäche aus den Seitentälern und der Rotten bis 1863 kaum bewohnbar war.
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Ab 8000 v. Chr.

Erste Zeugnisse einer Besiedlung des Rhonetals. In der Bronzezeit (2300-800 v. Chr.) betrieben die Talbewohner Viehzucht und Ackerbau und handelten mit Rätien und den Donauländern.

500 - 15 v. Chr.

In der jüngeren Eisenzeit war das Wallis von Kelten besiedelt, deren Sprache in einigen Ortsnamen weitelebt (z.B. Goms = Mulde oder Brig = Brücke).

58 v. Chr.

Die Römer überschreiten die bedeutendsten Passübergänge, können das Wallis jedoch erst ca. 15 v. Chr. unterwerfen. Sie waren während 400 Jahren an der Macht und übersetzten das keltische Wort für Tal, "Nant", ins Lateinische "Vallis".

5. Jh.

Nach dem Rückzug der Römer beherrschen die Burgunder die französischsprachigen, die Alemannen die deutschsprachigen Gebiete der Schweiz. Das Wallis gehörte bis 999 zum Königreich Burgund.

999

Burgund überträgt das Wallis dem in Sitten residierenden Bischof als Lehen. Machtkämpfe zwischen Wallis und Savoyen, Kirche und Adel sowie Ober- und Unterwallis prägen sieben Jahrhunderte.

1032

Burgund (einschliesslich der Westschweiz) fällt an das heilige Römische Reich Deutscher Nation. Die Grafschaft Wallis wird deutsches Lehen. Die Grafen von Habsburg gewinnen Einfluss im deutschprachigen, die Herzöge von Savoyen im französischsprechenden Landesteil.

1291

Im Kampf gegen Habsburg schliessen sich am 1. August die Waldstätte (Uri, Schwyz und Unterwalden) zu einem "Ewigen Bund" zusammen.

1250 - 1390

Innere Fehden und Volkserhebungen zerrütten das Wallis. Sion wird 1354 von Graf Amadeus VI. von Savoyen erobert und zerstört.

1475 - 1478

Burgunderkrieg. Der Versuch Karls des Kühnen von Burgund, die Schweiz zu unterwerfen, scheitert in den Schlachten bei Grandson (2. März 1476), Murten (22. Juni 1476) und Nancy (5. Januar 1477), wo der Herzog fällt.

1499

Die Eidgenossen und die Ostschweizer Bündner siegen im Schwabenkrieg über Österreich und den "Schwäbischen Bund". Die Machtstellung der Eidgenossenschaft in Europa ist gesichert. Der Oberwalliser Kardinal Matthäus Schiner (um 1467-1522) übernimmt die Führung des Wallis. Sein Gegner ist der zu Frankreich neigende Kaufherr Georg Supersaxo (1450-1529) aus Sion.

1536

Calvin beginnt in Genf als Reformator zu wirken. Bern erobert die Waadt.

1660

In Brig steht der international tätige Kaufmann Kaspar Jodok Stockalper (1609 - 1691), der "König vom Simplon" auf dem Höhepunkt seiner Macht.

1798

Napoleon I. erobert weite Teile der Schweiz und errichtet die Helvetische Republik, einen Einheitsstaat nach französischem Vorbild. Bern verliert die Waadt, Genf und der Jura fallen an Frankreich.

1800

Napoleon I. marschiert mit einem Heer über den grossen St. Bernhard ins Wallis ein und erklärt es zur unabhängigen Republik.

1802

Ausbau der Simplonstrasse

1810

Das Wallis wird französisches Departement.

1813

Nach den Zusammenbruch des französischen Empires marschieren die Österreicher im Wallis ein.

1815

Österreich überzeugt das Wallis, den vom Wiener Kongress beschlossenen Anschluss an die Eidgenossenschaft zu akzeptieren. Die europäischen Mächte garantieren der Schweiz "immerwährende Neutralität". Wallis, Genf und Neuenburg treten der Eidgenossenschaft bei, damit sind die Grenzen der heutigen Schweiz gezogen.

1845

Im Sonderbundskrieg treten die katholischen Kantone, darunter auch das Wallis, gegen die protestantischen an, unterliegen jedoch.

1848

Mit der Umwandlung aus einem Staatenbund in einen Bundesstaat erhält die Schweiz eine moderne Verfassung.

1913

Die Bern - Lötschberg - Simplonbahn wird eingeweiht.

Quelle: vgl. Schweizerseiten.ch: Geschichte Zeittafel Kanton Wallis (Link), 24.01.2012

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